Es war einmal.....                              DÜWAG  GT8 und B4 in Krefeld

Beim Besuch im Bth. Krefeld Hüls am 7. Mai 1992 konnten folgende Aufnahmen eingefangen werden:

GT8 Nr. 826 wendete im Gleisdreieck, welches in die kleine idyllische Wagenhalle führt. Der Gelenkwagen stammt aus der letzten Serie (825-830) und wurde im Jahr 1976 gebaut.

Anfangs fuhren die GT8 mit vierachsigen Beiwagen behängt. Dazu sei angemerkt, dass die Beiwagen mit einer einfachen Albertkupplung und Stromverbindungskabeln an dem TW angehängt waren. Die seit den 1950ér Jahren bei allen anderen DÜWAG Großraumwagen übliche Scharfenbergkupplung hat es in Krefeld nicht gegeben. 

Die Beiwagen (113 - 120) waren die letzten im Jahre 1974 bei der DÜWAG gebauten Großraumbeiwagen dieser klassischen Bauserie.
Weil die Beiwagen direkt für den Einmannbetrieb vorgesehen waren, verfügten sie über drei Doppelfalttüren. Weil die eigentliche Konstruktion dieser Fahrzeuge auf den klassischen DÜWAG Wagenkasten (Düsseldorf u.a.) basiert, wurden neben der Mitteltür zwei kleine Fenster eingesetzt. Die Beiwagen wurden bereits ab 1992 wegen Fristablauf abgestellt. Eine weitere (kostengünstige) HU wurde diesen Beiwagen nicht gegönnt. Dementsprechend überfüllt waren die nun solo laufenden GT8 in der Hauptverkehrszeit.

Einige Jahre nach ihrer Abstellung wegen Fristablauf standen die Beiwagen noch immer in einem absolut tadellosem Zustand im Betriebshof Hüls abgestellt. Die Wagen durften wegen des steuerrechtlichen Abschreibungsgesetzes erst 1994 verschrottet werden! Nicht der Zustand, sondern die theoretischen Zahlen bestimmen, wie in Deutschland das Geld verschwendet wird.... 

Begründet wurde die Verschrottung dieser noch brauchbaren Fahrzeuge u.a. wie folgt:

* Sicherheitsgefühl der Fahrgäste im Beiwagen  (Schaffner....)

* Mangelndes Bremsverhalten (die Fahrzeuge hatten selbstverständlich eine Solenoide und eine Abreißbremse)

Ein weiteres Beispiel für das nutzlose vergeuden von Steuergeldern zeigen diese Bilder, die ebenfalls aus dem Jahr 1992 stammen.

Links sieht man die zugeteerte "alte" Strecke in Hüls. Die Gleise wurden bei Kanalarbeiten sichtbar (gelber Pfeil). Der Zustand der Gleise ist als neuwertig zu bezeichnen.

Rechts daneben liegen die neuen Gleise, die zur Verlängerung der Linie 044 verlegt wurden.

Der gesamte Straßenverlauf wurde neu gebaut,- inklusive Abwasserrohre, Stromleitungen und Straßenbahngleisen.

Dennoch wurde die Neubaustrecke nicht im Betrieb genommen. Die Gleise wurden weitgehend einfach zu geteert (das ist kein Scherz)!

Angeblich war der Strecken- Neubau und das spätere zu teeren der Gleise ein Machtkampf zwischen CDU und SPD. Damals machte man sich keine Gedanken über die Wirtschaftskrise etc. und war sehr großzügig mit dem Verschwenden von Steuergeldern.

Leider ist diese Politik den Bürgern auch heute noch recht.....

In einiger Zeit werden hier auf dieser Seite weitere Bilder veröffentlicht, die den Krefelder GT8 (damals noch im Originallack) mit den Beiwagen im Liniendienst zeigen. 

Über die Krefelder Straßenbahn ist weiterhin eine DVD in Planung! Zur Zeit kann man sich davon Ausschnitte im TRAM-aktuell-Video V29 ansehen.

Regelmäßig werden Originalfotos und Dias zum Verkauf eingestellt. Hier geht es zu den EBAY-Auktionen

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